Einleitung

"Jeder voll entwickelte Gedanke eines Menschen geht in die innere Welt ein und wird durch Verbindung, wir könnten sagen, durch Verschmelzung mit einem Elementarwesen, d. h. mit einem der halbvernünftigen Kräfte der "Elementarreiche" ein selbständiges tätiges Wesen. Es bleibt als eine aktive Intelligenz, als ein Geschöpf des erzeugenden Intellekts gemäss der Stärke der Gehirntätigkeit längere oder kürzere Zeit lebendig. So wird ein guter Gedanke zu einer dauernden, wohltätigen Macht, ein böser zu einem unheilbringenden Dämon. So bevölkert der Mensch seine Laufbahn im Raum beständig mit seiner eigenen Welt, mit den Kindern seiner Launen, Wünschen, Trieben und Leidenschaften; alle diese Kraftpotenzen bilden einen Strom und wirken je nach der Stärke ihrer Energie auf jedes mit ihnen in Berührung kommenden organisierten Wesen mit Gefühlen und Nerven. Diesen Strom nennt der Buddhist das "Skandha", der Hindu das "Karma" des Menschen. Der Adept bringt diese Formen mit Bewusstsein hervor; unwissende Menschen senden sie unbewusst aus". 1).

Niemals ist ein klareres Bild des eigentlichen Wesens: des Karma gezeichnet worden, als in obigen Worten, welche wir einem der ersten Briefe des Meisters Kut Humi entnehmen. Hat man sie richtig verstanden, mit allem, was aus ihnen folgt, dann werden die Schwierigkeiten dieses Problems grösstenteils schwinden und das eigentliche Prinzip der Wirkungsweise von Karma klar werden. Daher vermögen obige Worte uns am besten den Gang zu zeigen, den wir bei unserer Untersuchung einzuschlagen haben. Wir wollen also damit beginnen, die schöpferischen Kräfte zu betrachten welche dem Menschen gegeben sind. Als Einleitung bedürfen wir nur der klaren Einsicht in die Unwandelbarkeit des Gesetzes und ein Verständnis von den grossen Ebenen (oder Sphären) in der Natur.
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