Die
Konstitution des Menschen
- Das grösste Geheimnis ist der Mensch selbst -
Einführung
Nach der Theosophischen Weltanschauung besteht der Mensch
aus 7 zusammengesetzten Teilen. Das nebenstehende Bild erschien im "Theosophischen
Wegweiser" und stellt den Menschen so dar, wie er in der alten Mysterienstätte
der Alten Ägypter verwendet wurde. Die Alten Ägyptischen Initiierten
stellten den Mensch so dar. Dem Bild wurde allerdings die drei uns üblichen
Bezeichnungen "Körper, Seele, Geist" hinzugefügt. Und ausserdem
wurden die Bezeichnungen durch die Üblichen ersetzt. Der Kreis wurde
leicht oval im Alten Ägypten gezeichnet. Es gibt mehrere graphische
Darstellungen des Menschen; die hier gezeigten sollen verdeutlichen, dass
die siebenfache Konstitution des Menschen nicht eine erfundene Sache der
Theosophen ist, sondern, dass sie zu jeder Zeit, in jeder Religion, in
jeder Kultur sich nachweisen lässt. Mit den Verfallserscheinungen
der jeweiligen Kultur, Staat, Volk, verschwand auch die esoterische Bedeutung
der Konstitution des Menschen; dennoch, wer richtig und gut gräbt,
wird finden, dass die esoterischen Wahrheiten, stets vorhanden waren, mehr
oder weniger der Öffentlichkeit verborgen gehalten. Das nebenstehende
Bild heisst auch "Henkelkreuz oder Lebensschleife".
Erklärung der esoterischen Bedeutung des Alt Ägyptischen
Kreuzes
Das Alt Ägyptische Kreuz ist die esoterische Darstellung
der siebenfachen Zusammensetzung des Menschen. Die einzelnen Teile - oft
auch als Träger oder Fahrzeuge genannt- sind:
7. Atma: Selbst; der göttliche Funke, der innere menschliche Gott; das eine Leben, das strahlende Licht, die erste kosmische Differenzierung; der sich nicht reinkarnierende Teil des Menschen, da ursachenlos, "Elternlos", ohne Anfang und ohne Ende. Alle diese sind nur "irdische Bezeichnungen", um das Allerheiligste im Menschen zu charakterisieren - was allerdings nicht getan werden dürfte. Da wir aber Namen, und zu diese Namen eine inhaltliche Spezifizierung brauchen, kommen wir nicht drum herum, eine "Definition" zu geben; strenggenommen können wir aber Atma nicht definieren.
6. Buddhi: aus der Wurzel Bodh=recht, Gerechtigkeit, richtig, oft auch Ursache, je nach Zusammenhang; Gemüt, Vernunft, Weisheitsdenken.
5. Manas; Denken, hier Abstrakt im Gegensatz zu Konkret; oft auch als schöpferisches, erfinderisches Denken; die Fähigkeit Definitionen zu erfassen.
Diese drei in Einem bilden den höheren unsterblichen Menschen. Atma und Buddhi zusammen heissen die Monade, und Atma-Buddhi-Manas die unsterbliche Triade. Oft werden diese drei Teile des Menschen auch als Individualität bezeichnet.
4. Kama-Manas; Wunsch-Denken oder Konkretes Denken; konkreter Mental-Leib oder -Körper, welcher mit Begierden verbunden ist.
3. Kama: Wunsch, Begierde, Empfindungsleib, oft auch als Astralkörper bezeichnet. Hier ist der Sitz der Gefühle, Gute oder Schlechte.
2. Linga sharira (Prana): Lebenskraft, oft auch als Lebensleib bezeichnet. Es ist die Matrize oder Vorbild des physischen Körpers.
1. Sthula sharira: Physischer Leib.
Diese letzten vier bilden den vergänglichen Menschen oder die Personalität.
Die Balken, das Oval
Der waagerechte Balken trennt den unsterblichen vom sterblichen
Teil des Menschen. Der senkrechte Teil will auf den aufrechten Gang des
Menschen hindeuten.
Das Oval stellt die Aura des Menschen dar; es wird goldgelb
wahrgenommen, so dass sie auch Hiranyagarbha, als den Goldenen Ei-Leib
bezeichnet wird; die Aura wurde stets geheimgehalten, um Manipulationen
zu verhindern. Bei vollendeter Evolution verwandelt sich das Oval in einen
Kreis, ähnlich einer strahlenden Sonne.
Christliche Terminologie
Geist: Atma-Buddhi zusammen genommen.
Seele: Manas, das Denken als Ganzes genommen.
Körper: Kama-Manas, Kama, Linga sharira, Sthula
sharira.
Zweckgebundene Konstitution
In der Literatur finden wir auch voneinander leicht abweichende
Konstitutionen; dies soll uns weniger stören; wichtig ist der jeweilige
Kontext in dem die Konstitution gebraucht wird. Bespricht man z.B. den
reinkarnierenden Teil des Menschen, so wird Atma ausgelassen; bespricht
man dagegen das Solare Selbst, dann wird das individuelle Selbst (Atma),
miteinbezogen. Hiranyagarbha als Fahrzeug oder Teil der Konstitution des
Menschen, wurde zur Lebenszeit von Madame Blavatsky nur an Mitglieder der
Esoterischen Sektion mitgeteilt, so dass dieser Teil, welcher geheim bleiben
sollte, in der veröffentlichten Literatur - normalerweise - nicht
zu finden ist. Erst durch die Veröffentlichung der Esoterischen Anweisungen,
welche nur für die Esoterische Sektion bestimmt waren, taucht Hiranyagarbha
auf.
Schlussnote:
Bei Besprechungen aller Art über die Theosophie-Lehre,
empfiehlt es sich, nur die Theosophische Terminologie zu benutzen, möglichst
in Sanskrit, besonders dann, wenn Teilnehmer da sind, die zwar eine theosophische
Konstitution verwenden, jedoch mit Übersetzungen, die teilweise, sehr
stark abweichen.
Beispiel:
Intuition wird oft mit Buddhi in Verbindung gebracht;
dennoch ist Intuition kein theosophischer Begriff, so dass wenn wir von
Intuition reden, verbinden wir per Assoziation, Gedanken, die aus dem christlichen
Glauben stammen - was wir aber strickt vermeiden sollten. Das Gleiche gilt
für Vernunft, Seele.
Die genaue Kenntnis der Konstitution des Menschen ist ein Schlüssel für das Verständnis des Menschen. Das vielzitierte "Erkenne Dich selbst" beginnt mit der Kenntnis der Konstitution des Menschen.
Nota Bene: Im Rahmen dieser Internet-Seite ist
es nicht möglich auf die teilweise sehr ausführliche Begründung
der hier gezeigte Konstitution - welche nicht nur den Menschen betrifft,
sondern auch die Erde, die Sonne, usw.,einzugehen; der Leser sei deshalb
auf die weiterführende Literatur verwiesen; (Siehe unter anderen "Die
Theosophische Gesellschaft Arbeitskreis Calw").
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