Die Theorie des Zinses


1. Einführung
Der Zins ist der Preis, den wir für das Leihen von Geld zahlen müssen. Sie haben richtig gelesen: „müssen"; von einer Freiwilligkeit ist hier nicht die Rede. Ist dieses „müssen" Moral-Ethisch vertretbar?
Wir beginnen diese Auseinandersetzung mit einer moralischen Forderung: Du sollst keinen Zins zahlen". (siehe das Diagramm z8 "Zinsverbot")


Wenn wir über diese Moral-Ethische Regel nachgedacht haben, und sie für richtig finden, können wir Schritte unternehmen sie im Recht umzuwandeln. Vorher ist es verfrüht, Schritte zu unternehmen, die fordern, man solle keinen Zins für geliehenes Geld zahlen. Obwohl in der Geschichte es nicht immer so war - dass Zins für geliehenes Geld bezahlt wurde - müssen wir heute einen Schritt zurück tun, und so, zunächst auf den Standpunkt stellen, dass es normal sei, Zins für geliehenes Geld zu zahlen. In dem wir aber anfangen, uns zu fragen, ob dies richtig sei, beginnt die Auseinandersetzung um das Ethisch-Moralische Gebot: „Du sollst keinen Zins zahlen". Die nde Ausführungen sind bewusst leichtverständlich gehalten; auch wird kein Anspruch erhoben, sie seien vollständig. Das Folgende hat nur die Aufgabe die Theorie und deren Problematik zu zeigen.
2. Voraussetzung für den Zins
Der Zins setzt voraus, dass eine Person da ist, die Geld gibt, und eine Person, die Geld nimmt.
Beispiel:
1. Person A lebt in normalen Verhältnissen; das , was sie verdient, gibt sie aus.
2. Person B heiratet; A braucht, zusätzlich zu ihrer Wohnungsausstattung, noch Möbel, Wäsche, Kleider für das Kind, das kommen soll. A braucht Zusätzliches zu seinem Lohn, Geld.
3. Person C hat Teile von seinem Lohn, nicht ausgeben können, sie hat einen Überschuss, welchen sie im Bankfach deponiert.
Wenn wir die Lebensverhältnisse dieser drei Personen zeichnerisch darstellen wollen, dann erhalten wir das Diagramm z1 „Gleichgewicht, Mangel, Überschuss".
Erklärung des Diagramms: „Gleichgewicht, Mangel, Überschuss"
Person A befindet sich in einer Phase des Lebens, die wir als „harmonisch" bezeichnen können. A kann das ausgeben, was sie einnimmt.
Person B befindet sich in einer Phase des Lebens, die wir als „Zunehmen" bezeichnen können. B braucht aufgrund des Kindes, mehr Platz, mehr Möbel, mehr Geld.
Person C befindet sich in einer Phase des Leben, die wir als „Abnehmen" bezeichnen können. C kann das, was er einnimmt nicht ausgeben.
Alle diese erwähnten Phasen des Lebens sind logisch, realistisch, so dass sie keinen Anlass geben, zu denken, sie seien unnormal.
Normal wäre auch, dass wenn jemand in dem Zustand des Expansion ist, jemand finden würde, der in einer Phase des Abnehmen ist, und, durch ein Tauschgeschäft, versuchen würde, die Harmonie wieder herzustellen. Wenn wir dies zeichnerisch darstellen wollen, dann erhalten wir das Diagramm z2 „Leihen ohne Zins".

Erklärung des Diagramms „Leihen ohne Zins":
Person B leiht von einer Verwandten Geld, um die Harmonie in seinem Haushalt erstellen zu können. B braucht Geld, deshalb, weil sie sonst, das Kind nicht versorgen kann. Eine Verwandte leiht ihr das Geld aus.
Aber was passiert wenn keine Verwandten da sind, die Geld ohne Zins, ausleihen können? Man geht zu einer Bank. Aber hier müssen wir leider mit einer Absage rechnen oder Bedingungen akzeptieren, die wir nicht akzeptiert hätten, wenn wir kein Geld dringend nötig hätten. Die Person, die dringend Geld benötig ist in einer Zwangslage. Diese Zwangslage wird ausgenützt. Die Ausnutzung, ist der Zinszahlung.
Beispiel:
Person D geht zur Bank, um einen Kredit zu erhalten; D wird gesagt, er muss 10 Prozent mehr zahlen; D muss nicht nur die volle geliehene Summe zurückzahlen, sondern auch 10 Prozent dazu. Der Kreditnehmer muss ein Vielfaches aus seiner Tasche zahlen, nachdem sie einen Kredit aufgenommen hat; (siehe die Tabelle „Tabelle eines Kredits).
Tabelle eines Kredits
Geliehenes Kapital 100 000.- EUR
Zins 10 Prozent,
Tilgung 5 Prozent.
Jahr






(1)
Restschuld






(2)
Zins
(10 %
aus 2)


(3)
Summe
des
getilgtes
Kapitals
(4)
Summe
bezahlter
Zins


(5)
Noch zu zahlendes
Kapital
(2-4)
(6)
Summe des Zurückbezahlten
(4+5)
(7)
1 100 000 10 000 5000 10000 95000 15000
2 95000 9500 10000 19500 90000 29500
3 9000 9000 15000 28500 85000 43500
4 85000 8500 20000 37000 80000 57000
5 80000 8000 25000 45000 75000 70000
6 75000 7500 30000 52500 7000 82500
7 70000 7000 35000 59500 65000 94500
8 65000 6500 40000 66000 60000 106000
9 60000 6000 45000 72500 55000 119500
10 55000 5500 50000 77500 50000 127500
11. 50000 5000 55000 82500 45000 137500
12 45000 4500 60000 87000 40000 147000
13 40000 4000 65000 91000 35000 156000
14 35000 3500 70000 94500 30000 164500
15 30000 3000 87500 97500 25000 185000
16 25000 2500 80000 100000 20000 180000
17 20000 2000 85000 102000 15000 187000
18 15000 1500 90000 103500 10000 193500
19 10000 1000 95000 104000 5000 199000
20 50000 500 100000 104500 0 204500



Erklärung der Tabelle:
Wenn ein Kreditnehmer einen Kredit mit den obengenannten Konditionen aufnimmt, zahlt er letztendlich 204'500 EUR zurück.
Es versteht sich von selbst, dass ein Mensch, der 100'000 EUR gespart hat, und diese mit 10 Prozent ausleiht, und 10'000.- EUR damit im Monat einnimmt, nicht zu arbeiten braucht. Er kann auf Kosten Anderer leben. Aufgrund dieser parasitären Art und Weise zu leben, lehnen die Esoteriker den Zins ab.
Die Voraussetzung für das Auftauchen des Zinses sind:
1.Eine Person (oder Bank), welche zu viel Geld hat.
2.Eine Person, die Geld nötig hat.
3. Eine Not- oder Zwangslage, die ausgenutzt wird.
Nicht der erste oder der Zweite Punkt, stellen einen Verstoss dar, sondern der Dritte.
Kreditaufnehmen gegen Zins, Schwankung des Zinses, Konditionen-Verhandlung bei dem Sachbearbeiter der Bank, um eine günstige Zinsbelastung zu erhalten, Inflation und die darauffolgenden Verluste, Verlust des Arbeitplatzes und Eintreten der Not mit dem anschliessenden Ruin der Familie und die Zahlungsunfähigkeit, Zwangsversteigerung, sind uns heute (1999) so gut bekannt, dass es hier, an dieser Stelle, nicht nötig ist, darauf einzugehen. Die Machthaber, sprich Halter des Geldes haben alles getan, um diese Zustände, als „normal" erscheinen zu lassen. Sind sie aber wirklich „natürlich". Bei genauer Betrachtung der Sachlage, kommen wir Esoteriker, leider zum Schluss, dass dies alles, ein Missbrauch ist. Der Zins ist ein Missbrauch.
3. Die Funktion des Geldes: Tausch
Die Funktion des Geldes ist der Tausch. Das Geld wurde erfunden, um die Ware bequem tauschen zu können. Beim Tausch ist der Wert der Ware gleich die Zahlenangabe der Schein, Münze. Der Wert der Ware wird nach Material, Aufwand, bewertet. Heute gibt es ein komplexes Berechnungssystem, um den Warenwert zu ermitteln. Gleich, ob einfach oder schwierig, der ermittelte Wert der Ware, beim Verkauf, ist gleich den Wert der Zahlungsmittel. Wenn also Tausch, die wahre Funktion des Geldes ist, dann ist alles, was nicht Tausch ist, ein Missbrauch. Missbrauch ist Geld ins Bankfach zu legen, oder gegen Zins anlegen, Sparen, um es wieder holen, damit Zins daraus geschlagen wird.
Wenn es also wahr ist, dass der Zins ein Missbrauch ist, so müssen die verderblichen Folgen eines Missbrauchs sichtbar werden. In der Freiwirtschaftsliteratur wird behautet, dass die erwähnten Übel (Arbeitsplatzverlust, Zahlungsunfähigleit, Zwangsvollstreckung usw.) nur eine Folge des Zinses, oder Missbrauches der Funktion des Tausches sei. Denn, gäbe es kein Zins, und die Folge davon, die zwangshafte Kapitalvermehrung oder Produktionswachstum durch Globalisierung, dann gäbe es auch kein Anlass, so rabiat am Arbeits- und Produktionsmarkt zu sein. Die Arbeit wäre menschlicher, wenn sie ohne Kapitalvermehrungszwang sich abwickeln würde.
4. Tausch in der Natur
Der Zins ist unnatürlich. Alle diejenigen die sich für die Natur einsetzen, Naturverbunden sind, und wollen, dass die Natur erhalten bleibt, sollten sich für die Natürlichkeit alles, was dieser Natürlichkeit ähneln kann, einsetzen. Es sind hier alle Naturschützer angesprochen.
Beispiel:
1. Der Mensch atmet ein und aus. Er atmet genauso viel Luft aus, wie eingeatmet wid . In dem er dieses Prinzip in die Wirtschaft projiziert, ergibt sich, dass er genauso viel Geld ausgeben kann, wie er einnimmt. In dem er aber Zins zahlen muss, zahlt er etwas mehr als das, was er eingenommen hat. Daraus folgt, dass der Zins, etwas Unnatürliches ist. Man zahlt mehr, als das, was man eingenommen hat.
2. Die Pflanze ist dem Jahreskreislauf eingebettet. Die Blätter wachsen und fallen ab, in regelmässiger Folge. Würde die Pflanze ihre Blätter ständig behalten, und vermehren, dann gäbe es auf Erden keinen Platz mehr.
3. Der Mensch nimmt Nahrung zu sich. Er muss sie auch nach der Assimilierung ausscheiden. Würde er nichts mehr ausscheiden, dann würde er ständig an Körperumfang zunehmen.
Die Atmung des Menschen, zeigt, dass, wenn die Luft eingeatmet ist, sie an das Blut abgegeben hat, wieder ausgeschieden wird; die Luft verschwindet, und kann nicht mehr hereingeholt werden. Es findet im Organismus ein Tausch statt. Nichts wird Zwangshaff zurückgehalten, um für später einen Gewinn daraus ziehen zu können. In der Naturvorgänge und Menschen, vollzieht sich ständig und periodisch ein Tausch.
Die hier gezeigten Natur-Beispiele können beliebig vermehrt werden. In der Natur finden wir NICHTS, das ständig wächst wie beim Kapital oder Produktion von Gütern. Die Globalisierung hat nur eines im Sinn: Wachstum des Geldes und Produktion und Aufrechterhaltung des Wohlstandes der produzierenden Kapitalisten. Dies ist auch der Grund, weshalb die von Silvio Gesell genannte Neue Wirtschaft „Natürliche Wirtschaftsordnung" genannt wurde. Eine Wirtschaft ohne Zins, oder in dem das Kapital nicht automatisch wächst, in dem das Kapital gleich der Ware ist - wie das Atmen des Menschen - wird „NATÜRLICH" genannt. Alle anderen Wirtschaftsformen, in denen, das Geld durch Zins wächst, sind unnatürlich, weil entsprechen sie nicht der Arbeitsweise der Natur, des Menschen. Alles in der Natur vergeht - wie der eingeatmete Sauerstoff, in der Lunge; es muss ein neuer Zyklus beginnen. Dies tut aber nicht das Geld. Wenn das überschüssige Geld irgendwo deponiert wird, kann es zwar für den Tausch wiederverwendet werden; dies wäre sein natürliche Nutzung, nicht aber zum Zwecke der Erpressung, sprich um Zins daraus zu schlagen.


5. Sparen
5.1 Die Wirkung
Wie wir aus dem vorhergehenden Abschnitt sehen können, ist der Zins aus dem Überschuss derjenigen Person entstanden, die, zu viel Geld in der Hant hält. Anstelle dass er das Geld ausgibt, deponiert er dies in einem Bankfach. Normalerweise müsste er es wieder in den Verkehr bringen, ohne Zins, denn, wenn er aus einer Schublade 100.- Euro herausnimmt, um etwas kaufen zu können, kann er nur den Warenwert von 100.- Euro wieder in die Schublade tun, sei es die Ware (Schmuck, Briefumschläge, Patronen für den Drucker, usw.). In dem er es aber an eine andere Person ausleiht, gelingt es ihm in die Schublade ein Vielfaches hinein zu tun. Er hat also mehr hinein getan, aber dieses Mehr hat er nicht verdient, sondern ein anderer hat hierfür arbeiten müssen. Er hat also Mehr in die Schublade tun können, weil er einen anderen gezwungen oder sich aus Not bereit erklärt hat, ihm mehr zurückzugeben als er ihm gegeben hat. Die Tat - mehr zurück zu geben als man erhalten hat, nennt man Zins, und ist der Preis, den man zahlen muss, wenn man kein Geld hat.
5.2. Ungerechte Bereicherung
Es scheint, dass das Abverlangen eines Mehr als das, was gegeben wurde, eine ungerechte Bereicherung sei.
Beispiel:
Kauffrau K geht zur Nachbarin N und bittet um etwas Salz, da sie es beim Einkaufen vergessen hat. Die Nachbarin gibt ihr einen noch ungeöffneten Beutel mit 100 Gramm. K und N vereinbaren, dass K den Beutel Morgen kauft und K gibt. Vereinbart und Gehalten. Das Leihen (besser gesagt der Tausch) ist zustanden gekommen. N freut sich, K geholfen zu haben.
5.3. Zwang
Der Kreditnehmer, der sich in der Expansionsphase befindet, ist sozusagen gezwungen, mehr Geld zu haben als sonst. Diese Notsituation wird ausgenutzt, in dem man einen Preis hierfür abverlangt - den Zins.
6. Inflation
Das Problem existiert nicht nur für den, der das Geld leiht, sondern beide, der Kreditnehmer und der Geldgeber, erleiden Verluste. Der Geldgeber erleidet Geldinflation; sein Geld wird durch den Zins, weniger Wert. (Siehe die Tabelle des Zinseszinses (Inflation").
Tabelle des Zinseszinses (Inflation)
Kapital = 100
Zins= 10 Prozent
Jahr


(1)
10 Prozent


(2)
Kapitalwachstum
nach Zinseszins
(3)
1 10.- 110.-
2 11.- 121.-
3 12,10 133,10
4 13,31 146,40
5 14,64 161,04
6 16,10 177,10
7 17,71 194.81
8 19,48 204,29
9 20,42 224,71
10 22,47 247,18
11 24,71 271,89
12 27,18 299.-
13 29,9 328,9
14 32,89 371,79
15 37,7 409,49

Erklärung der Tabelle:
Hat man ein Kapital von 100 /Euro oder Dollar, die Währung spielt hier keine Rolle), und erhält 10 Prozent Zins (von der Bank, Privat oder sonst jemand), dann wächst das Kapital wie im Spalte 3 angegeben; nach acht Jahren hat sich das Kapital verdoppelt, nach 12 Jahren verdreifacht und nach 15 Jahren vervierfacht.
Man sieht hier, dass der Zins, bei 10 Prozent, nach 15 Jahren, eine vierfache im Umlauf zirkulierende Geldmenge verursacht; dies bedeutet, dass in dem Land, in dem man Geld mit 10 Prozent anlegt, nach 15 Jahren, eine Inflationsrate von 400 Prozent sind. Der Zins wächst nicht proportionale, sondern exponentiell zu.
Dadurch dass die die Umlaufmenge höher wird, kann der Geldnehmer mehr kaufen als vorher. Er könnte strenggenommen ein ganzes Warenhaus, Viertel einer Stadt, Staat, wenn er könnte. Da es eben Geld ist, das nicht durch Tausch entstanden ist, ist durch Zins entstandenes Geld, unnatürlich, und als Folge davon MUSS es eine nVerlust verursachen. Der Verlust ist, dass obwohl die Ware billig wäre, muss sie für einen Preis abgegeben werden, die dem Wachstum des Geldes (durch Zins) entspricht; würde die Ware nicht teuer werden, dann könnte der Kapitalist die ganze Welt kaufen. Der Zins verursacht eine ständige Teuerung der Ware, obwohl sie an und für sich billig wären. Die sogenannte Inflation ist eine Folge des Zinses.
Der Zins verursacht deshalb zwei grundsätzliche Verluste:
1. Ständige Teuerung der Ware, für den Verbraucher.
2. Ständiger Wertverlust für den Kapitalist oder Sparer.
8.1. Sparen für die Not
Nichts gegen das Sparen für die Not. Silvio Gesell hat immer betont, dass der Mensch sparen muss für die Not, nicht aber um Zins hierfür zu verlangen. Dass der Mensch sparen muss, ist naheliegend. Man kann nicht erwarten, dass das Leben, die ganze Inkarnation, so glatt läuft, dass man immer Geld hat. Das kann sicher bei Vielen der Fall sein. Aber normalerweise wechseln in einer Inkarnation die Zeiten des Überflusses oder der Freuden, mit den Zeiten des Mangels oder der Leiden, seien diese physisch oder psychisch.


Beispiel:
1. Person G arbeitet bei Siemens; sie verdient gut. Telefunken verkauft ihr Werk an das Elektrizitätswerk. Dieses kündigt die Hälfte seiner Mitarbeiter. Wenn G während der Zeit, die er bei Siemens war, nicht gespart hat, kann er, wenn er gekündigt wird, in Not geraten. G kann, unter Umständen, seine Verbindlichkeiten nicht mehr zahlen.
2. Person K ist verheiratet mit Person L, und verdient gut. L lässt sich scheiden. K erleidet psychisch eine Niederlage, die sich nie gut erholen wird für den Rest seines Lebens. Obwohl K Geld genug hat, ist sie nicht zufrieden zustellen.
7. Die Unmoralität des Zinses
Der Zins ist „ein Pakt mit dem Teufel" wurde gesagt; nun, Pakt hin oder her, fest steht, dass für den Geldgeber ist dies ein Segen, da er mühelos sein Geld vermehren kann, ohne zu arbeiten. Der Geldgeber interessiert sich aber nicht für Moral oder Ethik, ihn interessiert nur das Geld. Ihm kann also - ohne zu irren - Unmoralität vorgeworfen werden. Er ist ein Materialist. Alle diejenigen welche in irgendeiner Weise Freude am Zins nehmen sehen, mit Zins arbeiten, Zinsgelder annehmen, verstossen - esoterisch betrachtet - gegen eine Moral-Ethische Verhaltensweise.
Der Kreditnehmer findet es unmoralisch oder unethisch, dass er gezwungen wird, mehr zu geben als er nimmt. Er wird gezwungen gegen die Naturgesetzte zu verstossen. Ihm geht es zu befreien. Wird der Kreditnehmer aus dem Zwang befreit unfreiwillig gegen die Naturgesetze zu verstossen, dann schafft man Umstände, in denen, Menschen untereinander friedlich leben können. Und dies ist nicht wenig. Selbst wenn diese befreiten Menschen, andere Delikte verüben werden, so aber nicht mehr die, welche aufgrund des Zinssystems. Diese Fälle, sind exorbitant hoch.
8. Gebühr statt Zins
Für Leistungen, denen heute (1999) Zins abverlangt wird, kann nur eine einmalige Gebühr abverlangt werden. Diese ist aber so zu bemessen, dass sie auch als Gebühr zu erkennen ist.
Beispiel:
Person M geht in die Gemeinde; hier holt sie eine Wohnbescheinigung damit sie ein Bankkonto eröffnen kann. M zahlt für dieses Dokument 1 Euro=das hundertstel Teil eines Tageslohnes.
Gebühren werden einmalig erhoben und sind immer einBruchteil eines Tages-, Monatslohn; sie sind sehr niedrig, da der Bürger ohnehin schon Steuer zahlt für die Aufrechterhaltung der Dienstleistung der Gemeinde.
9. Das Bankgeheimnis ist ein Verbrechen
Das Bankgeheimnis ist ein Verbrechen. Dies ist leicht erklärbar.
In dem hier verfassten Artikel über die Theorie des Zinses, sind wir vom Sparen ausgegangen; dies ist der Ursprung des Zinses. Die Banken machen hin und wieder Reklame für das Sparen; damit sammeln sie Geld, um es gegen Zins ausleihen zu können. Wird das Geld einer Bank entzogen, dass heisst man kündigt das Konto, geht sie Pleite. Um die Kassen zu füllen, haben einige Banken, das Bankgeheimnis erfunden. Das Bankgeheimnis besagt, dass die Bank niemand Informationen über den Stand des Kontos einer Person preisgibt; Person, Adresse, Kontostand und alle Daten, welche das Geschäftsverhältnis (Kontovertrag) betrifft, dürfen niemand preisgegeben werden. Es versteht sich von selbst, dass nur der, welcher mehr Geld hat als sonst, Interesse hat, bei diesen (Bankgeheimnis-) Banken sein Geld zu deponieren. Da aber dieser Mensch, sein Geld in der Gesellschaft verdient hat, unter Umständen hat er sogar die Mitarbeiter ausgebeutet, betrügt er damit die Gesellschaft, in dem er gegenüber dem Finanzamt, sein deponiertes Geld nicht angibt. Wenn jemand vortäuscht kein Geld zu haben, und demgemäss Konkurs anmeldet, in Wirklichkeit aber sein Bankfach voll hat, betrügt er seine Gläubiger, Finanzamt, die Gesellschaft. Das Verstecken des Geldes bei einer Bank, die das Schweigegeheimnis hat, stützt sich auf zwei Verbrechen:
1. Das Verbrechen der Bank, in dem sie einen Betrug ermöglicht, also Anstiftung zum Betrug.
2. Betrug des Einzelnen, an den Staat, Gesellschaft, durch Steuerhinterziehung.
Bei einer erneuten Inverkehrbringen des deponierten Geldes, verursachen beide, Bank und Kunde, Zinsforderung, Inflation, Verluste an den Verbraucher.
Der Egoismus des Einzelnen, ist es, der diesen Missbrauch möglich macht. Der Einzelne lässt sich auf Unmoralität ein, weil er damit ein Vorteil für sich selbst sieht. Die Anliegen der Gesellschaft, interessieren ihm nicht.
10. Das Kirchentum
Im Laufe der 1500-jährigen Geschichte hat die Kirche mehrmals versucht sich gegen den Zins stellen; leider hat sie aber den Kampf gegen die Mächtigen, sprich Geldhalter, verloren. Die Kirche war stets kompromissbereit, Opportunist, und stets mit den Mächtigen verbunden aus eigenen Interessen.
Auch heute (1999) ist von den sogenannten christlichen Kirchen nicht zu erwarten, dass sie sich gegen die Unmoralität des Zinses, Missbrauch des Tausches und des Sparens, Bankgeheimnis, usw., etwas dagegen unternimmt Die Kirche ist mittlerweile selbst eine der grössten Kapitalisten geworden. Und, sie macht auch kein Geheimnis daraus: die gekreuzten Paradies-Schlüssel des heiligen Petrus, das Logo bei den Schweizerischen Banken, werden öffentlich zur Schau getragen. Während sie einerseits, die Kirche, die „Hüterin der Moral" ist, verstösst sie andererseits gegen die Moral, denn gerade ihre Banken, halten bis heute (1999) an dem verbrecherischen Bankgeheimnis fest.
11. Der Staat und die Parteien
Der Staat ist das Spiegelbild der Parteien; leider sind die Parteien sind nicht so weit den verderlichen Einfluss des Zinses, den Missbrauch der Funktion des Geldes zu erkennen; sie sind immer noch der Auffassung, dass der Wohlstand des Volkes nur durch Wachstum der Produktion, sprich Geld zu garantieren sei. Die westliche nStaaten sind auch die grössten Kapitalisten, und als Folge davon, haben sie keine Interesse den Zins abzuschaffen; sie leihen den Armen Staaten, Dritte oder Vierte Welt, Geld, gegen Zinsen. Die Armen werden ärmer, sie können die Zinslast nicht ertragen und sind auf diese Weise versklavt worden. Dass die Armen kein Kapital haben, und zudem auch noch Zinsen zahlen müssen, können sie nicht die notwendigen Infrastrukturen, Bildung, Handwerk, Selbstversorgung institutionalisieren, sprich staatlich garantieren. Sie sind von den Kapitalgebern abhängig und dadurch versklavt worden. Eine Besserung dieser Länder kann nur durch vollständigen Zinserlass, Hilfe, nicht mit Geld, sondern mit Bildung, Ausbildung und Weiterbildung der Bevölkerung geschehen, aus dem Westen. Es ist ein glatter Irrsinn, einerseits, haben wir im Westen, Massenarbeitslosigkeit, andererseits, sind Länder dringend in Not, was Bildung betrifft; Massenarbeitslosigkeit im Westen, Bildungsnot im Orient und Afrika könnten verhindert werden, wenn die Menschen, die hier Arbeitslos sind, dort eingesetzt würden, mit einen garantierten, wenn auch Zeitbefristeten Emigration, staatlich veranlasst würde. Der Westen hätte auch das Ausländer- und das Flüchtlingsproblem nicht. Zudem würde sie „eine Hand reichen" denjenigen Völkern, die in Naher Zukunft, die Europäer aufgrund der bevorstehenden Umwelt-, und Uran-Katastrophen aufnehmen müssen. Dass die herrschenden Parteien, nur vom Egoismus geleitet werden, versteht sich von selbst.
12. Schlussnote
Aufgrund der Überlegungen, die wir hier in bezug auf das Sparen, den Zins, und den Ursprung des Zinses, den Missbrauch, gemacht haben versteht es sich von selbst, dass dieser Missbrauch, Betrug, rechtlich fixiert oder nicht, die Esoteriker nicht akzeptieren können. Diese, die sich so nennen, haben das Recht zu sagen: Der Zins und das Bankgeheimnis ist abzulehnen.
Kontaktadresse und kostenlose Broschüre dieser Artikel erhalten Sie bei:
Moreno Graziani, Erfurter Strasse 7, D-78467 Konstanz; http://www.philosophia-esoterica.net.
*******
zins7.txt

zurück | philosophia-esoterica.net | reinkarnation |