Wie vertragen sich Freiwirtschaft und Diktatur?
- Plädoyer für eine konsequent freiheitliche
NWO-Bewegung -
Die Lösung der NWO-Bewegung von allem "Rechten" und "Linken" ist zu einem zentralen Thema geworden.
Meine Meinung dazu: Diese Lösung ist nicht nur berechtigt, sie ist aus meiner Sicht auch zwingend geboten, denn der Rechts- bzw Linksextremismus könnte, um den vom Zusammenbruch des Marxismus hinterlassenen peinlichen Hohlraum zu füllen, den Freiwirten die Geld- und Bodenreform entreissen und diktatorisch verwirklichen.
Eine darauf ausgerichtete Volksbewegung würde die freiheitlich, kritisch denkenden Gesellianer selbstverständlich von Anfang an aus ihren Reihen vertreiben und nach ihrem Sieg genüsslich ausmerzen. Andere, naivere Freiwirte würden aus einer solchen Bewegung vielleicht Hoffnung schöpfen und gutgläubig konstruktiv mitarbeiten. Wer in rechten und linken Kreisen für die Freiwirtschaft wirbt, riskiert, dass Marxismus und Faschismus die Freiwirtschaft eines Tages für sich als Rettungsanker auswerfen und diktatorisch verwirklichen, besonders dann, wenn wir sie ihnen förmlich aufdrängen.
Er riskiert sogar, was bei dem heutigen Tempo sehr schnell gehen kann, dass die diktatorische Freiwirtschaft dank Globalisierung und "MAI" die ganze Welt erobert, weil sie infolge der modernen Informatik auch für den Kapitalismus interessant geworden ist. In einer diktatorischen Freiwirtschaft erhält die Nomenklatura nach Ersatz des Bargeldes durch Plastikgeld Einblick in die Kontenbewegungen sämtlicher Bürger, so dass die Zinsen in Form gesetzlich verordneter Steuern automatisch von den Konten abgebucht und eingezogen werden können. Da es der arbeitenden Bevölkerung (mit Ausnahme der Behinderten) in einem solchen System materiell besser ginge als in Kapitalismus und Kommunismus, könnte das System geradezu Unsterblichkeit erlangen. Ungestört durch planwirtschaftliche Eingriffe würde sich die Wirtschaft eigengesetzlich entfalten und zur Zufriedenheit aller erst richtig aufblühen. Das Aufkommen revolutionärer Bewegungen liesse sich per geheimdienstlicher elektronischer Überwachung des Nachrichten- und Zahlungsverkehrs schon im Keim ersticken, genau wie von Orwell vorausgesehen.
Das Ideal aller Diktatoren: Eine breite, schuftende Unterschicht und darüber die dünne, von nichts und niemandem bedrohte Schicht sich genüsslich ihren höheren Zielen widmenden Schmarotzern. So ungefähr dachte z. B. auch Nietzsche.
Damit wären dann alle Hoffnungen auf eine freie, friedliche, basisdemokratische, vollbeschäftigte, gerechte, krisenfeste, florierende Gesellschaft für immer zerstört. Wenn wir zulassen, dass schon jetzt damit begonnen wird. freiheitlich denkende Gesellianer als Volksfeinde aus dem Verkehr zu ziehen, fällt die Bewegung zwangsläufig totalitären Mächten zum Opfer. und Silvio Gesell folgt Karl Marx in den Tod.
Es geht auf breiter Front um die Bewusstmachung der Tatsache, dass die Menschheit an einer schicksalhaften Wegkreuzung zwischen einer freiheitlichen und einer totalitären Zukunft steht. Das Besondere daran ist, dass sich sowohl die diktatorische wie die freiheitliche Richtung im Bereich Wirtschaft auf Gesell stützen kann und stützen wird. Eine andere Lösung gibt es nicht. Es geht nur noch um die geistig-politischen Rahmenbedingungen für die Durchführung der Gesell-Reformen. Nur wenn diese Erkenntnis unser freiwirtschaftliches Bewusstsein bestimmt, können wir die Weltbevölkerung aufklären und eine politische Strategie entwickeln, mit der sich grosse Mehrheiten für unsere Art von freiwirtschaftlicher Zukunft mobilisieren lassen. Wir dürfen ja nicht vergessen, dass die biophile Bevölkerung die nekrophile zahlenmässig um ein Vielfaches übersteigt.
Es geht darum. ganz neue Schichten, die noch immer ahnungslos in die Zukunft taumeln, auf uns aufmerksam zu machen. Es geht um die Schaffung von Bündnissen zwischen Freiwirtschhaftsbewegung, Kirchen, Humanismus und Ökologie einerseits, zwischen uns und der freiheitlich gesinnten sogenannten "Neuen Mitte" andererseits, und es geht um Aufklärung über die lähmenden Einflüsse einer modernen, zahnlosen Theologie, die das radikalböse, den Teufel und das Gericht, damit aber auch den Biss des Christentums, zur Freude der Geier als "Fundamentalismus" unter den Teppich kehrt. Dem "Herrn den Weg zu bereiten" darum geht es.
(Aus: Der 3.Weg Juni 2000)
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