Karma im NT

- Was du nicht willst, dass man dir tue, das füg auch anderen nicht zu (Matthäus 7,12)
 

0. Einstimmung
Merke, o Lanoo, das Gesetz ist nicht aufhebbar.

1. Einführung
In der Reihe "Karma im Neuen Testament" sei erlaubt hier eine Stelle zu bringen, die nicht als Karma-Stelle, sondern als Verhaltensweise bekannt ist. Normalerweise sieht jeder ein, dass "was du sähest, wirst du ernten" richtig ist, aber gegenüber der übermächtig betonten "Lehre der Gnade", taucht das Gesetz des Karma als das, was du sähst, wirst du ernten, so tief unter Wasser - symbolisch gesprochen - dass man es nicht mehr sieht. Zwischen der "Lehre der Gnade" und der "Lehre des Karma" liegt jedoch ein unüberwindbarer Abgrund, so schwergravierend ist der Widerspruch zwischen den beiden Lehren. Die Lehre der Gnade ist bequem, man bekommt hier sogar etwas geschenkt. Die Lehre des Karma ist hart, man muss hier alles selbst erarbeiten. Entscheidet sich der Mensch für die Gnade, dann überlässt er sein Los Gott, oder dem Priester oder sonst jemand. Entscheidet sich der Mensch für das Karma, dann überlässt er sein Los, sich selbst. Halbe-Halbe, Wischi-Waschi, gibt es auch: aber diese Form, wird sogar von der Bibel abgelehnt. Man kann nicht neutral sein, wenn es sich dreht, über sein Schicksal zu entscheiden. Halbe-Halbe, wird sowohl exoterisch als auch esoterisch abgelehnt.

Im Folgenden seien nur die Verse des Matthäus 7,12 besprochen.
Bei der Besprechung der Verse des Matthäus 7,12, sollte man auch über die Verse Römer 13,8-10, Korinther 1, 16,22 und Galater 1,8 reden - was auch üblich ist in den Seminaren. Die vollständige
Besprechung ist dann:
- Matthäus 7,12
- Römer 13,8-10
- Korinther 1, 16,22
- Galater 1,8,
wobei der Schwerpunkt auf die Verse des Matthäus 7,12, gelegt wird; die übrigen Verse treten sozusagen in den Hintergrund, und dienen nur als Stütze, Erklärung, Verstärkung der Hauptverse.

2. Der Text im Neuen Testament
(Aus: "Die Bibel oder die ganze heilige Schrift des Alten und Neuen Testaments" nach der deutschen Übersetzung D. Martin Luther, Basler Bibelgesellschaft, 1848)

Matthäus 7,12:
(1) Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihr ihnen auch:
(2) Das ist das Gesetz und die Propheten (Matthäus 7,12)

Römer 13, 8-10:
8. Seid niemand nichts schuldig; als das ihr euch untereinander liebet; denn wer den anderen leibt, der hat das Gesetz erfüllt.
9. Denn was da gesagt ist; du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht falsch Zeugnis geben; dich soll nichts gelüsten, und so ein anderes Gebot mehr ist, das wird in diesem Wort zusammengefasst: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.
10. Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. So ist nun die Liebe des Gesetzes Erfüllung.

Korinther 1, 16,22:
So jemand den Herrn Jesus Christus nicht lieb hat,"der sei Anathema Maranatta, dass heisst der sei verflucht. Unser Herr kommt".

Galater 1,8:
Aber so auch wir oder ein Engel vom Himmel euch würde Evangelium predigen anders, denn wir euch gepredigt haben, der sei verflucht.

(Aus: "Die Bibel oder die ganze heilige Schrift des Alten und Neuen Testaments" nach der deutschen Übersetzung D. Martin Luther, Basler Bibelgesellschaft, 1848).
 

3. Die Kirchliche Interpretation des Mattäus 7,12

Unter den Bibelinterpretationen ist der Vers von Math 7,12 unter dem Titel. "Vom verbindlichen Tun" bekannt. Dieser richtet sich an die Menschen, an die Vehaltensweise mit Anderen, sowohl im privaten Leben, in den Familien, als auch in der Gesellschaft. Es ist sozusagen ein allgemein gültiges Gebot, welches im Zusammenhang mit anderen Geboten gebraucht wird. Diese anderen Gebote sehen einige Interpreten in der Bergpredigt, Andere in den Ermahnungen des Paulus. Einig sind sich kirchlichen Interpreten darüber, dass es hier sich um die Liebesgebote an Andere, gemeint sind. Die Verse sprechen dies eindeutig an. Es besteht also hier kein Zweifel darüber, dass der Vers von Matthäus, 7,12 einen Zusammenhang hat mit dem Gebot der Nächstenliebe. Nur wird es hier anders formuliert.
 

3.1. Absatz 1 von Mattäus 7,12

Die Formulierung des Verses von Matthäus 7,12 Absatz 1, ist so, dass dem Einzelnen nahelegt wird die Überlegung anzustellen, was ihm lieb ist, was er von Anderen erwartet, was er vom Anderen will, was er bei Anderen sucht. Es besteht hier kein Zweifel, dass diese Überlegung zu der Erkenntnis führt, dass der Einzelne, Liebe, Zuneigung, Verständnis, Hilfe, Vergebung für die eigenen Fehler sucht, erwartet, sich wünscht, haben will.

Der Vers will nahelegen, dass der Einzelne sich in die Lage des Anderen versetzt. Und dabei erkennt, was und wie der Andere fühlt.

Diese Erkenntnis soll er dann verwerten, nutzen, soll dazu führen, dass, wenn er Liebe von Anderen erwartet, er auch Liebe an Andere geben soll.

Die Erklärung, dass der Einzelne sich so verhalten soll, liegt im GESETZ - das in diesem Vers von Matthäus 7,12, im dem zweiten Absatz steht: (2) "Das ist das Gesetz und die Propheten".

Die Begründung dieser oben erklärten Verhaltensweise liegt also nicht in einer Zwanghaften, indoktrinierten, unter Strafe gestellten, unter der Erpressung stehenden Drohung, sondern im Gesetz, welches, übrigens, die Propheten auch verkündet hätten. Die Begründung der Verhaltensweise "Andere so zu lieben wie der Einzelnen gerne behandelt werden möchte" stützt sich auf die Erkenntnis der Einsicht der Liebe gegeneinander, mit einander.

Die Interpreten betonen hier, dass das Gesetz und das, was die Propheten verkündet haben, nicht aufgehoben wird, nicht für ungültig erklärt wird, sondern stehen bleiben muss. Das Gesetz ist für diese kirchliche Interpreten das Gesetz Moses, das Pentateuch, und andere Gebote, welche hier mit der Verkündung der Propheten in Zusammenhanggebracht wird der Vers meint auf jeden Fall nicht das Karma, und hier beginnen die Schwierigkeiten.
 

3.2. Absatz 2 von Mattäus 7,12

Die Schwierigkeiten beginnen mit der Interpretation über das, was Gesetz ist, sein kann, sein könnte; da die Kirchlichen Interpreten kein Karma wollen, müssen sie spekulieren. Die Spekulationen darüber, was Gesetz sein könnte, erweist sich aber als katastrophal. Denn, es entstehen Widersprüche, und, mit Widersprüchen kann niemand leben.

Beispiel:
Person A macht eine Liebeserklärung an Person B. B lässt sich auf die Beziehung ein. Nach einer Weile merkt B aber, dass A mit B nicht die Liebe vor hat, sondern, sondern seinen eigenen Profit. Egoismus lässt sich aber mit der Liebe zwischen dem Partner, nicht ohne weiteres vereinbaren. Beide widersprechen sich. Es entstehen Probleme, welche, kaum zu lösen sind.
 

3.2.1. Widerspruch zwischen Absatz 1 und 2 von Mattäus 7,12

Zwischen dem Absatz 1 des Vers von Matthäus 7,12, und dem Absatz 2 besteht ein Widerspruch. Dies deshalb, weil, das Gesetz n "Auge um Auge, Zahn um Zahn",sich mit der dem Gesetz der Einsicht der gegenseitigen Liebe sich nicht vereinbaren kann. Würden wir das Gesetz Moses erfüllen, dann wäre kein Platz mehr vorhanden, für die Einsicht der gegenseitige Vergebung, Neuer Anfang nach Streitigkeiten, wie aufgrund vom Absatz 1 zur Erkenntnis gekommen ist. Bei fehlender Einsicht provozierte man nur noch eine Eskalation. Die Exegeten, erklären deshalb das Gesetz Moses, so verstanden, als Vergeltung von "Auge um Auge, Zahn um Zahn, in Widerspruch zu dem Gebot "Liebe Deinen Nächsten". Und dies mit Recht. Auge um Auge Zahn um Zahn, steht für die kirchlichc Interpretren in Widerspruch zu dem Gebot der Nächstenliebe; dies ist naheliegend. Denn, man kann nicht, seine Nächten lieben, Charakterfehler dulden, usw., einerseits, andererseits aber, so reagieren, dass alles, was an Bosheiten kommt, zurück vergolten wird. Solch eine Verhaltensweise provoziert nur eine Eskalation der Vorwürfe, der Ressentiments, des gegenseitigen Kalküls von Geben und Nehmen. Man verstrickt sich in einem Zirkulus viziosus. Die Exegeten sind sich darüber einig: Das Gesetz des Talions ist mit dem Gesetzt der Nächstenliebe unvereinbar, widersprüchlich.

Dieser Widerspruch erklärt sich aus der Tatsache der Formulierung des Absatzes 2; Absatz 2 will uns sagen, dass dieses Gesetz (Moses, Pentateuch, auch genannt Gesetz des Talionen) doch nicht aufgehoben werden darf. Nun aber die dumme Frage: soll aufgehoben werden oder nicht? Einmal wird dieser Vers verpönt, einmal aber gesagt, dass dies nicht aufgehoben werden darf. Der Antwort hierzu, wird meistens ausgewichen; es versteht sich selbst, dass niemand gerne hat, wenn man einen Widerspruch in seiner Verhaltensweise offen legt. Ausweichen, Ausreden, Herumreden, Wischi-Waschi, ist zwar verständlich, um sich zur Wehr zu setzten, schadet es aber nur.

Der Ansatz des Absatz 1 des Vers 7,12 ist richtig. Hier wird dem Einzelnen nahegelegt, sich in die Lage des Anderen zu versetzen, so als ob, es der Andere wäre, und empfinden, was der Andere empfindet, beim Reden, tun, wollen. Dieser Ansatz ist nicht nur im Privatleben gültig, sondern in der ganzen Gesellschaft, bei der Lösung der sozialen Frage, im Verfassen des Rechts, in der Führung eines Staates, Nation, Union von Nationen.

Der Ansatz des Absatz 2 - die Begründung, Erklärung, Beweis oder Unterstützung - kann aber - esoterisch betrachtet nicht akzeptiert werden, da er nur Verunsicherung, Schaden, verursacht.

Mögen wir den Widerspruch schwer oder leicht, darüber hinwegsehen oder nicht, Konsequenzen daraus ziehen oder nicht, oder so tun, als ob der Widerspruch nichts wäre, Tatsache ist, dass viele Menschen, damit, nicht leben können. Diese wenigen wollen die Wahrheit, nicht Widersprüchlichkeiten.
 

4. Die esoterische Interpretation von Mattäus 7,12

4.1. Absatz 1 von Mattäus 7,12

Die esoterische Interpretation ist bekannt. Dennoch sei erlaubt, sie nochmal zu besprechen. Zunächst aber einiges Hintergrundwissen über die Verse von Matthäus 7,12. Dieses Hintergrundwissen stützt sich auf die Stellen des Neuen Testaments, Evangelien und Briefe, welche den Vers von Matthäus 7,12, erklären, vervollständigen, unterstützen. Diese Stellen sind meistens am Ende des Verses, oder an dem Aussenrand des Blattes angebracht. Diese Bezüge sind auch in anderen Bibelversionen zu finden; sie wollen das Studium erleichtern. Diese Stellen sind, Römer 13,8-10: Korinther 1,16,22; Galater 1,8.

Der erste Absatz wird nicht weiter mit Bezügen anderer Stellen belegt, untersucht, erklärt, dies weil er, einsichtig genug ist. Man braucht sich nur in die Lage des Anderen zu versetzen, um die Einsichtigkeit des Verses zu erkennen. Wohl aber der zweite Absatz bedarf einer Untersuchung, denn hier liegt die Quelle des Missverständnisses - das Gesetz.
 

4.2 Absatz 2 von Mattäus 7,12

Das Gesetz ist im Absatz 2, entweder das, des Alten, oder den Neuen Testaments. Das Gesetz des Alten Testaments wird von den Kirchenleuten abgelehnt. Das Gesetz des Neuen Testaments "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst", wird unanim verkündet, in den Vordergrund gestellt. Hierzu dienen die Verse von Römer 13,8-10. Die Verse Kor 1,16,22 und Gal 1,8 sind politische Hinzufügungen.

Die Verse von Röm 13,8-10 wollen erklären, wie das Neue Testament, das Gesetz versteht. Dieses ist: Nicht ehebrechen, nicht töten, nicht stehlen, keine falschen Zeugnisse, nichtsgelüsten, kurz gesagt: "Du sollst deinen Nächsten lieben wie Dich selbst". Dies wird als das Gesetz des Neuen Testaments angesehen, wobei die Zusammenfassung in der kurzen Form der Nächstenliebe selbst bei den Theologen immer wider Gegenstand der kontroversen Diskussionen ist. Hier sei erlaubt die unterschiedliche Auffassung der Nächstenliebe, ausser Acht zu lassen.

Wenn es also darum geht, um zu wissen, wie das Gesetz bei den kirchlichen Interpreten des Neuen Testaments heisst, dann ist die Antwort in der Kurzform: "Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst".

Dies ist aber - esoterisch betrachtet - gar kein Gesetz, sondern eine Verhaltensweise. Dass dies so ist, beweist der Absatz 2.
 

4.3. Das Karma ist DAS Gesetz

Der Absatz 2 will erklären, dass das Gesetz=Karma, esoterisch betrachtet, und was die Propheten verkündet haben, das Karma, nicht aufgehoben werden darf. Das Gesetz des Alten Testament ." Augen um Auge, Zahn um Zahn" = KARMA=ACTIO=REACTIO, kann nicht aufgehoben werden.

Würden wir für einen einzigen Augenblick das Gesetz des Karma=Actio=Reactio aufheben, so bräche nicht nur die Erde, sondern das ganze Universum zusammen. Dies weiss heute jedes Volksschulkind. Der Irrtum liegt in der Interpretation des Verses "Auge um Auge, Zahn um Zahn". Aber wenn dieser, richtig wiedergegeben würde als Karma, in der kirchlichen Verkündung, dann würden die kirchlichen Zuhörer zwar glücklich sein, endlich ein Irrtum aus der Bibelinterpretation entfernt zu haben, aber die Priester würden gleichzeitig ihre eigene Lehre der Gnade entmaskieren, und somit sich in das eigene Fleisch schneiden. Siegreich kämen nur die Gläubigen hervor, da sie aus der Abhängigkeit der Sakramente, priesterlichen Autorität, nutzlosen Riten, befreit würden. Die Richtigstellung der falsche Bibelinterpretation seitens den kirchlichen Leuten führte ausnahmlos zur Infragestellung der Lehre der Gnade. Dies aber, wird nicht beabsichtigt, nicht gewollt, und, im Mittelter, wurde diese Infragestellung, sogar mit dem Tod bestraft. Die falsch Interpretation - gewollt oder nicht - hat verheerende Folgen.

Der Absatz 2 will aber das Karma verkünden, nahebringen, eine Begründung für die gewonnene Einsicht eine Verhaltensweise, an Andere, sein, was man eigentlich für sich beansprucht. Und diese Begründung ist: nicht aus Willkür, nicht aus Indoktrinierung, nicht aus Gnade eines Monarchs, Gott, Priesters oder Priesterin, soll die Verhaltensweise der Nächstenliebe für dem Menschen eine Norm sein, sondern weil es das Gesetz von KARMA=GESETZ, so will. Es ist also das UNVERÄNDERBARE GESETZ, das hier zur Anwendung kommt, und zwar, dass das, was einer dem Anderer antut=Actio, als =Reactio zurückkommt. Die Einsicht besteht darin, dass die Handlungsweise nach dem unveränderlichen Gesetz des Karma, letztendlich, dass Schaden an Andere, strengenomen, eigene Schäden sind.
 

4.3 Die Verfolgung des Gesetzes (Karma)

Da aber diese Erkenntnis bei den Kompilatoren der Bibel nicht vorhanden war, müssten sie, anstelle der Einsicht, eine andere Methode wählen; die Methode der Verfolgung - und heute wissen wir es - war sicherlich nicht förderlich. Die Kirche hat sich damit selbst geschadet; die Austritte aus der Kirche beweisen es. Es nützen hier also keine Drohungen oder Erpressungen vom Typ des Korinther 1,16,22, und des Galater 1,8, wenn man anderer Meinung ist, sprich man hält fest an dem Gesetz des Karma, sondern nur Einsicht. Die Drohungen, Geständnis-Erpressungen des Mittelalters an Galileo Galilei, Giordano Bruno, Girolamo Savonarola, Kopernikus, Nostradamus (die Liste liesse sich beliebig erweitern), nur weil diese unter anderem von dem Gesetz des Karma überzeugt waren, und nicht an der Lehre der Gnade, stützen sie sich auf die Verse des Korinther 1,16,22, und des Galater 1,8. Hier werden die Gläubigen bedroht, dass wenn sie den Autor dieser Verse nicht lieben, (übrigens nicht Jesus, sondern Eusebius und seine Kongregation) der Verdammung preisgegeben sind. Glauben sie an diese Autoren nicht, dann werden sie zunächst verfolgt, dann aber, wenn dies nicht hilft, wird die Inanspruchnahme der staatlichen Zwangsvollstreckung genommen - wie dies im Kirchenstaat des Mittelalters der Fall war. Aufgrund der zahlreichen Stellen des Neuen Testaments, in denen von Nächstenliebe geredet wird, müssen wir die Verse des Korinther 1,16,22, und des Galater 1,8, als unecht, sprich Manipulationen, politische Erpressungsversuche, Hinzufügungen ansehen. Denn, die Begründung - das Gesetz sei das des Moses, anstelle das des Karma - ist eine Umleitung, um die Gläubigen, aus dem Gesetz des Karma abzubringen, umzugehen, - wie es heute bei Umleitungen im Strassenverkehr üblich ist, wenn schadhafte Fahrbahnen umgangen werden sollen. Anstelle mit seiner eigenen Kraft der Erlösung entgegen zu gehen, mit Hilfe des Karmagesetzes, wird die Hilfe eines Priester angeordnet, und wenn nicht befolgt, verfolgt. Wir haben es hier, nicht mit einer Religion zu tun, sondern mit Politik. Hier will man eine absichtlich politische gewollte Unterwerfung (Investiturstreit), in Zusammenhang mit einem staatlich angeordneten Zwang, der im Mittelalter am Scheiterhaufen sein Ende nahm. Man erdrosselte Menschen und Wahrheit.

Heute (1948) ist die Inanspruchnahme der staatlichen Zwangsvollstreckung auf Anordnung der Kirche, in Europa, verboten. Dennoch sind die Schäden dieser "Verdammung - welche heute noch von den kirchlichen Priestern verkündet wird - aufgrund eine an anderen Autoren als die Bibel gegebene Liebe", immens.
 

5. Zusammenfassung

Die Verse des Matthäus 7,12, wurden in zwei Absätze geteilt; dies weil, Absatz 1 einsichtig ist, Absatz 2 aber nicht. Zwischen Absatz 1 und 2 besteht ein Widerspruch; dieser liegt darin, dass es für die Bibelinterpreten nicht klar ist, dass das Gesetz, das Karma ist, nicht irgendwelche andere erfundenen Gesetze - sei dies Gnade oder Vergeltung im Sinne des Gesetzes des Talionen. Diese Falschinterpretationen, wurden im Mittelalter verfolgt und mit der Todesstrafe geahndet. Heute kann die Kirche keine Anordnung treffen, die eine Strafe mit sich ziehen würde, sondern dies kann nur von einem Richter des Staates getroffen werden. Dennoch, selbst wenn keine Strafen von der Kirche zu erwarten sind, die Verdrehung der Wahrheit, bleibt. Wenn die Religionen von Gesetz reden, reden sie von KARMA. Karma ist das unveränderliche Gesetz.
"Merke, o Lanoo, das Karma ist nicht aufhebbar"
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